Experte sein…

So, zurück von einer Woche Schulung. Zurück im „Tagesgeschäft“. Zusagen, Versprechungen und gute Vorsätze. Und alte Probleme. Wobei „alt“ von wenigen Tagen bis einige Monate reichen kann.

Das Problem des Tages: ein Kunde wurde mehrere Tage in eine falsche Abrechnungsklasse eingeteilt. Und die falsch abgerechneten Beträge ( die Differenz wird nicht sehr groß sein ) müssen gutgeschrieben werden. Und ich darf die Beträge ermitteln. Schließlich können das nur eine Kollegin und ich. Und die Kollegin ist eher vom Schlag „abwehren, was sich umgehen lässt“. Aber sie hat mir beim Analysieren weit zugearbeitet. Das ist gut, sie will mir ja schließlich helfen. Aber das „Datenmodell“ der Preiszuordnungen ist schwer zu verstehen. Einzelne Artikel für bestimmte Kundengruppen sind ab und zu rabattiert. Und da der Kunde falsch eingeteilt war, ist jetzt die Frage, in welcher Kundengruppe „damals“ die Preise galten, welche er hätte auch bekommen müssen. Damit lässt es sich herausbekommen.

Nun denkt der Leser hier wahrscheinlich an eine Preisliste. Aber es ist komplizierter. Der Kunde ist in einer Kundengruppe, welche sog. Aktionsnummern zugeordnet ist. Eine Aktion gilt für einen bestimmten Zeitraum – für den Kunden und davon abweichend aber überschneidend auch für dessen Kunden. Und da geht es beim Lesen von Preistabellen dann los: was ist mit „Verkaufsdatum“ gemeint ? Das Datum zu dem dem Kunden Wäre verkauft wird oder das Datum, zu dem er an seine Kunden weiterverkaufen kann. Und dann gibt es Einkaufsdatümer – sind das jetzt die Daten des Wareneinkaufs beim Lieferanten oder die Einkaufsdaten des Kunden „bei uns“ ? Und was ist dann wieder mit „Auftragsdatum“ genau gemeint – das Datum, zu dem bestellt und in der Regel der Auftrag erfasst wird ?

Da ich Experte bin, weiß ich das alles natürlich. Im Fernsehen läuft ein Bericht über Nordkorea. DIE haben Probleme, dagegen sind meine ein kleines Mückenhäufchen. Aber Nordkorea ist weit weg und der Kunde bzw. die Firma nicht.

Eine andere externe Kollegin bereitet gerade neue Funktionen zur automatischen Warenverteilung vor, ich soll/darf das Thema später ( übernächste Woche ) übernehmen.

Eigentlich wollte ich was von der Schulung wiederholen, damit ich nicht alles direkt wieder vergesse. Der Kollege, mit dem ich da war tut das. Ich eher nicht, zu viel zu tun.

Daher lasse ich es auch hier mit dem Schreiben. Habe diese Woche auch Bereitschaft und letzte Nacht würde ich rausgeklingelt. Bin müde. Hoffe, ich darf heute durchschlafen….

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3 Kommentare zu „Experte sein…

  1. Ich stelle mir gerade eine Art IT-Zeitmaschine vor, in der man virtuelle, alternative Zeitlinien erforschen kann …

    Dr. WTF und seine TARDIS reisen dorthin, wo Daleks und Cybermen den Code der Welt zu hacken versuchen. 🙂 Die IT, die meine Probleme löst, das sind meine Helden 🙂

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    1. DAS wär mal ein Ding – wie wäre es gelaufen, wenn ich mich anders verhalten hätte… wer ist WTF und TARDIS ? Dr who kenne ich, aber der andere ..? Oder ich verstehe die Botschaft nicht so richtig. Wobei ich vermute, dass mir ne Zeitmaschine auch nur begrenzt helfen würde – in der gleichen Situation würde ich mich garantiert auch beim 2.ten Mal falsch verhalten. Bin halt so programmiert, wie ich bin.

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      1. Naja, wenn die Software nicht will, denkt man doch gerne mal: „Das habe ich der Software doch beigebracht“ … in sofern war das nur ein Wortspiel mit Dr. Who und dem Kürzel für „What the F…?!?“ 😉

        Oh, Du hast ein intrinsisch zeitlinienkonservatives Verhalten einprogrammiert?

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