Filosofie

So, heute mal was, um die wenigen Leser meines Blogs mal etwas weiter zu dezimieren ( in den letzten Tagen werden es immer weniger, ich hab ja auch schon Vermutungen, warum .. ), hier ein Ausschnitt aus Gedanken, die mich so den Tag über heimsuchen.

Bin ja grade auf ner Schulung und muss mich den ganzen Tag über konzentrieren. Was nicht heißt, daß ich das auf der Arbeit so täglich nicht müsste – aber hier ist es anders. Zuhören und verstehen aktiviert halt mal doch andere Gehirnregionen als selber denken und recherchieren …

Naja, und dann gibt es da noch einen kleinen Mailverkehr hier vom bloggen her, welcher mich zeitgleich zum nachdenken bringt ( und micht auch auf die Idee gebracht hat, Tagesgedanken kurz zu notieren, vielleicht kann ich ja drüber schreiben – und muss nicht immer erst abends oder Tage später nachdenken, was ich denn schreibenswert finde. Dabei ist mein Kopf über den Tag verteilt voll von schreibenswerten Dingen, leider siebt mein Gedächntnis später dann immer gewaltig aus … )

Ich könnte jetzt übrigens was über die Schulung schreiben, aber das ist sehr fachspezifisch. Eher nachvollziehbar wäre da noch, daß die Kantine am Schulungsort gut ist – heute mittag hätte es z.B. wirklich gute Dinkelpfannkuchen mit Kohlrabi und Beilagen gegeben. Neben anderen Gerichten. Man läßt sich eben was einfallen, es soll ja schmecken aber auch möglichst nicht ins Suppenkoma führen.

Naja, jedenfalls benutzt mein Gehirn wohl grade Muskelstränge, die sonst selten zum Einsatz kommen. Und was um Gottes Willen geht mir denn jetzt so großartiges durch den Kopf ?

Naja ( nochmal naja, schlechter Schreibstil .. ) gestern abend und heute vormittag der Gedanke, was uns Menschen evolutionär zu Menschen macht. Ja natürlich, wir sind „intelligent“, haben den Daumen, laufen aufrecht…  Ich meine jetzt aber eher so hinter der Stirn. Da sitzt das Gehirn. Und was kann es ? -> Wahrgenommene Eindrücke in einen Sinnzusammenhang bringen. Klingt jetzt wahrscheinlich nicht so toll. Aber ich versuch mal rüberzubringen, was ICH jetzt damit sagen will.

Wir nehmen die Umwelt um uns rum ja wahr, zumindest einen Teil davon. Und etliche der Informationseinheiten kommen dann auch im Gehirn an und werden „verarbeitet“. So daß das wahrgenommene „Sinn“ ergibt. Es ist hell = es ist nicht mehr Nacht sondern Tag. Vor mir hält ein Schulungsdozent einen Vortrag = er spricht Worte, gibt Laute von sich, die einen Sinn ergeben. Bewegt sich, was den gesagten Inhalt begleitet ( sein Gesicht zum Beispiel bewegt sich ja auch – und Mimik ist auch ein Teil der menschlichen Kommunikation ).

Aber was eigentlich am meisten bemerkenswert ist: die Realität passiert ja nicht in einem Moment gleichzeitig, eine Stunde hat 3600 Sekunden und in jeder passiert etwas, was mein Oberstübchen wahrnimmt. Oder eben auch mal nicht ( heute nachmittag war ich total müde, schlafe im Hotel eben nicht gut ). Und das faszinierende: mein Gehirn merkt sich die ganzen Eindrücke und schafft einen (Sinn)Zusammenhang dazwischen. Permanent. Ständig. Eindrücke, die über kurze Zeiteinheiten andauern genauso wie welche über lange Zeiteinheiten. Nicht zwischen allen Eindrücken wird der Sinnzusammenhang erzeugt – laut Kombinatorik ist der rechnerisch dazu notwendige Informationsverarbeitungsapparat wahrscheinlich auch unendlich groß. Aber zwischen vielen. Geräusche und sonstige sensorische Empfindungen ergeben „Sinn“.

Das ist doch mal krass, oder ? Unser Kopf schafft es, Momenterlebnisse in einen Zusammenhang zu bringen. Und dann sind wir auch noch in der Lage, durch die Informationsverarbeitung „kreativ“ zu wirken.

Oder mal am Beispiel: wir bewegen uns ursprünglich gesehen in einer Landschaft, die SO aussieht:

pexels-photo-338936.jpeg Quelle: bietet wordpress so an. Angeblich frei. Kann mir das ein den Beitrag lesender Jurist bestätigen ?

und bringen nach endlosen Versuchen, Ideen und Interaktionen daraus oder darin SOWAS zustande:

pexels-photo-170811.jpegQuelle: wie oben, das Bild vom Wald.

Natürlich kommt einem bei so einer Gegenüberstellung direkt ( zumindest mir, aber ich schließe ja gerne von mich auf andere ) negatives in den Sinn, ein Auto verschmutzt die Umwelt, es erzeugt Abgase und Lärm etc. pp. Und der schöne Wald/die tolle Natur ist doch wunderschön, erholsam etc. Ja, aber aus nix bzw. dem was halt so rumliegt ein Automobil mit glatter Metalloberfläche, ner stabilen Glasscheibe und all seinen Funktionen herzustellen ist doch eigentlich enorm.

Übrigens: nein, ich habe keine Drogen genommen, solche Gedanken hüpfen mir schon in nüchternem Zustand durch den Kopf.

So, was mache ich nun mit meinem „filosofischen“ Gedankengut ?

Weiß nicht. Vielleicht kann man es ja einpacken und in schlechten Momenten des Lebens verwenden. „Auto“ ist ja nur ein Beispiel für geschaffene Dinge. Veränderte Materie. Computer mit Programmen, welche mehr schaffen, als Menschen möglich wäre ( sofern die Programme denn auch mal richtig und fehlerfrei funktionieren ).

Und irgendwie schon krass – das haben sich Menschen ausgedacht. Jetzt nicht im vollkommenen Detail und in einem einzigen Moment. Das iphone X ist ja nicht plötzlich da sondern ne Weiterentwicklung ( über die Motive, aus denen heraus solch bemerkenswerte Dinge hergestellt werden denke ich einfach mal kurz nicht so genau nach .. ). Aber wir – so als Menschen – sind ja noch lange nicht am Ende. Irgendwann kann tatsächlich jeder, der einen leistungsfähigen 3D-Drucker sein eigen nennen wird beliebig Materie formen. Nur aufgrund von Ideen ( und wenn er das Handbuch vom Drucker gelesen und verstanden hat ). Und natürlich wird „Tinte“ zum drucken benötigt. Womit wieder einige findige Mitglieder unserer Gesellschaft „einen Reibach“ machen werden ( ich habe aktuell einen HP-Farb-tintendrucker zu Hause stehen, bei dem ist gerade „cyano-blau“ leer. Fragt nicht nach den Hass-kommentaren vieler Nutzer in endlos vielen Foren bzgl. der Preise für Nachfülltinte ).

Ja, wie gesagt, ich weiß jetzt gar nicht so genau, was ich mit diesem tollen „Erkenntniserlebnis“ heute abend so anfangen soll. Habt ihr ne Idee ? Wahrscheinlich nicht, für „Grundlagenforschung“ interessieren sich nur die wenigsten. Die meisten Leser von Blogs möchten ja denke ich eh entweder Tips fürs eigene Leben oder unterhalten werden. Letzteres könnte dieser Beitrag vielleicht erreicht haben.

Wenn man jetzt noch berücksichtigt, daß unsere Wahrnehmung ja angeblich nur einen Quanten-wahrscheinlichkeits-zustand unserer Umgebung an unser Gehirn meldet, welches sich daraufhin ein Bild von unserer Umgebung zusammenbaut ist es wahrscheinlich komplett vorbei mit der Ahnung der Leser dieses Beitrags, was ich eigentlich mit all dem so sagen möchte. Aber all dieses Sinn-erzeugen führt dann letztendlich zu Dingen wie z.B. erfolgreichen Dates. Es müssen ja nicht Autos sein. Gefühle oder abstrakte Dinge wie Musik kommen da ja auch raus. Und unter bestimmten Bedingungen, die aber kein Mensch so ganz sicher vorhersagen kann werden Leute damit reich, daß andere ihnen Geld für ihre geschaffenen ( oder kopierten ) „Erzeugnisse“ zukommen lassen.

Also ich bin mal auf eure Kommentare gespannt. ;-).. So denn welche kommen ….

 

 

 

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8 Kommentare zu „Filosofie

  1. Ich kommentiere nicht immer, wenn ich lese … und ich weiß, viele Leute lesen meinen Blog – aber liken nicht. Ist OK – aber sie lesen trotzdem. Da ist z.B. ein älterer Herr in Amerika, der mal in Deutschland stationiert war, der liest den Blog noch mit. Und eine Freundin von mir (lustigerweise aus dem IT-Bereich) – die hinterlässt fast nie einen Kommentar, aber sie liest. Meine Statistik rufe ich fast nie auf …

    Meine Leser vergraule ich eher dadurch, dass ich zu selten blogge. Das war besser, als ich noch einen Blogroll zum Mitmachen hatte – jeden Sonntag wurde gebloggt, das war gut. Jetzt muss ich mich aufraffen, wenn ich ein Foto von etwas gemacht habe, was mich zum Nachdenken bringt, dieses auch hochzuladen. Weil ja niemand auf den Beitrag wartet … Es gibt keinen Termin.

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    1. Das mit dem Termin ist ein interessanter weil ja auch etwas abwegiger Gedanke – „Sprech, bzw. Lesezeiten“ für einen Blog einführen… „mein Blog ist heute von 10 – 12 Uhr für Sie geöffnet. Macht keinen Sinn ist aber gerade deswegen irgendwie interessant 😉. Ja, die stillen Mitleser sind natürlich „nervig“, aber wir wollen uns mal nicht beschweren, gar keine Leser wäre schlechter. Aber wenn ich wollte, dass viele Leute meinen Blog mitlesen müsste ich auch über Dinge schreiben, die sie lesen wollen. Aber das schöne am Bloggen ist ja, dass es im privaten genau keinen Kommerziellen Zweck verfolgt, man kann ja einfach schreiben, was aus einem herausmöchte. So wies die Dichter früher oft. Na gut, das was man so kennt ( Goethe, Schiller ) wurde bestimmt fast nie ohne kommerziellen Hintergedanken geschrieben. Aber egal, in MEINER Welt ist das grade mal ausgeblendet. Wie war das in dem Lied von „Grossstadtgeflüster“: „.. da hab ich immer Recht und nen Blick auffn See…“. 😉. In diesem Sinne einen schönen Tag.

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      1. Nicht „mein Blog ist geöffnet“ – sondern „immer zu dieser Zeit gibt es einen neuen Beitrag“ – manchmal auch zu anderen Zeiten. Aber zu diesem Zeitpunkt IMMER … und das fehlt mir. Als „Tritt in den Hintern“, für mich, nicht für die Leser.

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  2. Spannend wäre den Wald oder das Auto „komplett“ erfassen und auch interpretieren zu können. Vielleicht wird aus dem Wald in seiner Komplexität ein Kakophonie and Informationen während das Auto in seinem singularen Zweck wunderschön ist.

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  3. So ein Auto ist ja was zum Anfassen, das könnte auch ein waldiger Dinosaurier erfunden haben. Total unverständlich finde ich die zivilisatorische Superleistung der Konstruktionszerfallsoptimierung. (tolles Wort, hab ich grad erfunden.) Ich meine damit, das herunterbrechen des zusammenbaus in einzelne abgelöste Elemente – ein Fließband z. B. – und die weiterführende Isolation der einzelnen Elemente, die alle nicht wissen, was die anderen tun. Das ist Dekonstruktion, die zu Konstruktion führt.

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