Lieber Gott, lass mich bitte nicht so sein

Fundstück im Netz: eine Charakterdarstellung von IT-Mitarbeitern. Ähnlichkeiten mit Ihnen bekannten Personen sind Zufall. Mindestens mal unterhaltsam.

Quelle: http://www.pcwelt.de

IT-Typ Nummer eins: das leere Hemd

Das leere Hemd arbeitet als Abteilungsmanager oder Business Analyst. Er ist sozusagen das Verbindungsglied zwischen den Managern und den Techies. Wenn Kunden vorbeikommen, sorgt er dafür, dass die Techies Abstand halten. Er ist einer von denen, die in Meetings wissentlich nicken und später bei Wikipedia das Gesprächsthema nachlesen.

Es macht großen Spaß, ihm eine Technikfrage zu stellen und zu sehen, wie er sich bei der Antwort windet. Das leere Hemd hat aber durchaus seine Qualitäten. Er kann sich ausgezeichnet ausdrücken und ist so der ideale Kundenkontakt. Außerdem lernen Techies dank ihm hin und wieder Frauen kennen.

Typ Nr 2:

Der furchterregende System-Administrator arbeitet als Netzwerk- oder Datenbank-Administrator. Die Firma braucht ihn und das weiß er. Er verbringt seine Zeit in der Regel lieber mit Maschinen als Menschen.

Deshalb wird er auch „hier“ schreien, wenn das Unternehmen einen Freiwilligen sucht, der am Wochenende das 48-stündige Server-Upgrade durchführt. Verscherzen sollte man es sich nicht mit ihm. Genauso wie er Ihren Computer reparieren kann, kann er auch Ihre Zugangsdaten heimlich ändern.

Typ Nr. 3:

Die menschgewordene Straßensperre arbeitet als Software-Entwickler, Unternehmens-Architekt oder System-Administrator. Egal, um welche Aufgabe oder welches Projekt es sich handelt, er sagt dazu immer das gleiche: „Das geht nicht“.

Dann folgt eine detaillierte Erklärung, weshalb das Projekt zu viel kostet, zu wenig leistet und warum die Realisierung viel zu lange dauern würde. Wenn die menschgewordene Straßensperre Feedback gibt, versteht man schnell die Message: Er und nur er ist der einzige Vernünftige im Raum. Sein Hobby ist Nörgeln.

Typ Nr. 4:

Die wütende Support- Drohne arbeitet als Support-Techniker. Er schleppt sich von Schreibtisch zu Schreibtisch, um die Computer von Leuten zu reparieren, die seiner Zeit nicht würdig sind. Die Drohne macht das was sie von ihr verlangen und keinen Deut mehr.

Das heißt, sie bekommen Ihren neuen Drucker installiert, wenn Sie darum bitten. Aber die Drohne wird danach nicht ungefragt testen, ob er auch funktioniert. Drohnen wissen eine ganze Menge über Computer, wollen ihr Wissen aber nicht mit anderen teilen.

Typ Nr. 5:

Der Über-Geek arbeitet als Software-Ingenieur oder erfahrener Programmierer. Der Über-Geek personifiziert all das, was man sich klischeehaft unter einem Techie vorstellt. Er ist extrem intelligent und sehr introvertiert. Kontakt mit anderen Menschen hält er am liebsten per E-Mail oder meidet ihn völlig.

Typ Nr. 6:

Er arbeitet häufig am Help Desk, im Support oder als Programmierer. Jeder, der seine Verehrung für das Betriebssystem nicht teilt, wird mit seinen Hilferufen konsequent ignoriert. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob der Guru Apple, Windows oder Linux verfallen ist.

Jedes Gespräch endet damit, warum sein Betriebssystem überlegen ist. Häufig muss der arme Guru sich dann auch noch von morgens bis abends mit den verhassten Konkurrenzprodukten beschäftigen, weil der Arbeitgeber sein Lieblingsbetriebssystem überhaupt nicht einsetzt.

Typ Nr. 7:

Der Versprecher arbeitet im Sales-Bereich oder in der Geschäftsentwicklung. Er verspricht ihnen einfach alles, auch irgendwelche Features, die ein Produkt eigentlich gar nicht kann. Und zwar innerhalb der nächsten sechs Monate.

Er muss das Versprochene ja auch nicht selbst machen, sondern delegiert es an andere, die das Versprochene dann ausbaden müssen. Auch wenn man ihn für diese Dinge hasst, hat der Versprecher seine Qualitäten. Würde er das Team nicht so antreiben, würde es sicherlich weniger leisten.

Typ Nr. 8:

„Nicht mein Problem, nicht mein Job, nicht mein Fehler“, sagt der Schatten. Niemand weiß so genau, was der Schatten eigentlich macht. Der Schatten ist ein Experte darin, so wenig wie möglich zu tun.

Wenn etwas schief läuft, zeigt der Schatten schnell mit dem Finger auf andere. Bekommt der Schatten irgendwann Management-Aufgaben übertragen, mutiert er zur menschgewordenen Straßensperre (siehe IT-Typ Nummer drei).

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4 Kommentare zu „Lieber Gott, lass mich bitte nicht so sein

  1. Das war lustig zu lesen. Ich kenne real aber mehr so IT-Mischtypen, die von allen beschriebenen Persönlichkeiten Anteile haben. An sich komme ich mit unseren IT-Fachmännern gut klar. Und ich mag sie auch beide. (Wir haben hier zwei Herren vor Ort, die allerdings oft in Außenterminen sind.)

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  2. Liebendes ittagebuch

    Liebe Göttlichkeit laß mich so sein
    Wie ich bin wäre langweiliger
    Als ein Freitod
    Und weil ich etwas anders bin
    Dürfen Andere dafür auch seltsam sein
    Spiegel sind wir alle allemal
    Möge der meine lichtvol klar und wahr
    Dich spiegeln rein und wunderbar

    dankend
    Dir Joaquim von Herzen

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