Erster!

Genau. Erster Arbeitstag 2018. Herzlich willkommen im neuen Jahr. Auf der Arbeit ist nicht viel passiert, aber mir hüpfen einige Gedanken im Kopf herum – wenn ich schnell genug schreibe, dann erwische ich bestimmt die wichtigsten bevor sie abhauen…

Neues Jahr, neues ( altes ) Büro. Ich / der Rest des Projektteams sind aus dem Projektraum im Keller umgezogen. In das „Durchgangsbüro“ im ersten Stock. Da war ich schon mal. Vor nem Jahr. Willkommen zurück. Es ist ein Großraumbüro. Zwei Schreibtische links, zwei Schreibtische rechts, zwei Schreibtische links, zwei rechts, zwei links usw. – ich glaube das Muster ist klar geworden. Na immerhin bin ich im Rücken durch eine Schrankwand von der Kollegin hinter mir getrennt. Und vor mir auf dem Schreibtisch verhindern meine zwei Monitore und die des Kollegen den direkten Blickkontakt. Es ist ja nicht so, dass ich meine Kolleginnen/en nicht mag. Aber ich werde beim Arbeiten nicht gerne beobachtet. Und auch nicht abgelenkt – Bewegungen, die ich aus den Augenwinkeln wahrnehme veranlassen mich, dorthin zu schauen. Das ist als Urinstinkt alleine in der Savanne vielleicht hilfreich, im Büro ist dieser Reflex irgendwie nicht so passend. Genauso wie die akustische Mustererkennung. Ist im Bausatz zum Hominiden auch standardmäßig mit drin. Will heißen: eigentlich interessiert mich nicht wirklich, mit wem und worüber Kollegen am Telefon schwadronieren. Aber manchmal kann man sich gegen das passive Zuhören einfach nicht wehren. Naja, wenns zu bunt wird gibts Kopfhörer und Guardians of the Galaxy 2. ( das ist ein Film, von den Marvel-Studios – „2“ impliziert, dass es eine Fortsetzung ist. Nett gemachter Film, kann hier etwas Schleichwerbung für ihn machen, lief vorgestern Nachmittag – wollte ihn endlich mal am Stück sehen, nachdem das beim ersten Mal nicht geklappt hat. Hab ne Stunde im wahrsten Sinn verpennt. Man sollte eben nicht müde auf ner Couch liegen, wenn man anfängt nen Film zu kucken. Vorher gegessen haben gibt mir dann den Rest ).

Ja, aber davon wollte ich heute mal wieder nicht wirklich schreiben. Aber mit den Gedanken beim Schreiben ist es echt wie mit Quantenflöhen – sie tauchen unvermittelt auf, hüpfen im Kopf rum und wenn man nicht hinkuckt sind sie wieder weg. Und man merkt es noch nicht mal dass sie weg sind weil der Fokus des eigenen bewussten Denkens schon wieder einem anderen Floh hinterherschaut.

Satzungsgemäss zum Jahreswechsel wollte ich eigentlich von meinem neusten guten Vorsatz schreiben. Der da wäre, eine Positivliste zu erstellen. Von positiven Dingen auf der Arbeit. Um mich dem gefühlt allgemeinen Trend ( da meine ich gar nicht speziell die Arbeit ) des Wehklagens entgegenzustellen. Mut in der IT statt German Angst. Obwohl ich das mit der German Angst ja auch gut kann. Z.b. glaube ich nicht, dass ich mit meiner Rente hinkommen werde. Aber das ist mal ein ganz anderes Thema. ( wobei ich mir um die Rente an sich noch nicht so viele Gedanken mache. Aber z.b. die Versicherungen werden immer teurer und da gibts ja keine Obergrenze – für meine Rente schon … ).

Und wisst ihr, was ich beim Beschäftigen mit dem Gedanken über positive Dinge festgestellt habe ? Es ist ganz schön schwer, nen Anfang zu finden. Bin ich so erzogen ? Ist das einfach im Wesen des Menschen festgelegt ? Was ich meine: blöde/doofe/zum sich-aufregen -Themen – die fallen mir direkt ein. Die meisten Kollegen sind nett, aber es gibt Teamleiter aus dem Fachbereich, die könnten durchaus mal respektvoller sein. Es gab Weihnachtsgeld, aber das ist auch schon wieder Geschichte. Und was soll an einem EDV-System positiv sein, das an allen Ecken und Enden Fehler produziert ( was mir auf der anderen Seite zum Teil meinen Arbeitsplatz sichert … ) ? Das System ist stellenweise sehr langsam, es bietet oft die Funktionen nicht welche die Anwender erwarten und es ist oft unglaublich kompliziert zu verstehen, wo die Ursache für Fehler liegen kann/soll. Vielleicht sollte ich mal mit nem Vertriebler von der Softwarefirma telefonieren – die können ja sowas, professionell positiv darstellen. Das empfindet sich manchmal hinterher ( wenn der Verkäufer verkauft hat und das System im echten Einsatz ist ) als teilweise recht großer Beschiss, aber aus Sicht des Vertrieblers ist das bestimmt eine Sache der Sichtweise, der Schulungen und der richtigen/angemessenen Nutzung

Naja, es ist halt doch nicht so einfach mit dem positiven Denken, wenn man es nicht übt. Ja, ich habe einen Job. Andere sind nicht so gut dran. Ja, ich bin einigermaßen gesund. Das kann auch nicht jeder. Und ich befinde mich nicht in einer ausweglosen Situation. Ich habe nette Kollegen und nette Chefs ( auch das hab ich schon anders erlebt ). Aber zum Thema Glücklich sein dann zum Abschluss noch zwei links:

http://www.gute-nachrichten.com.de

In diesem Sinne: macht es gut.

Und immer noch springen Flöhe in meinem Kopf rum und wollen, dass ich auch über SIE schreibe. Aber für heute ist mal gut, muss ins Bett, morgen gehts wieder früh raus.

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