Donnerstag – wenn es zu viel ist …

Bin heute wieder an meinem regulären Arbeitsplatz. Gestern abend nach Hause gekommen und heute war dann wieder „ein ganz normaler Tag“. Den Tag gestern über sind wir ( die Teilnehmer des Regionentreffens ) noch einige mehr oder weniger spannende Themen durchgegangen. Morgens hatte ich noch ein kleines Schock-erlebnis. Mein Portemonnaie war weg. Merkte ich morgens beim Zusammenpacken im Hotelzimmer. Nachdem ich mit Kollegen am Abend vorher auf dem örtlichen Weihnachtsmarkt war. Mein Portemonnaie war nicht in der Jacke, wo ich es zuletzt hingesteckt hatte. Ups … Nochmal die Taschen durchsucht. Nichts. Au weia. Die Reisetasche und die Laptoptasche durchsucht – NICHTS! In der Firma angerufen, daß ich später komme, wahrscheinlich wurde mir mein Portemonnaie geklaut. Ok…

Was tut man in so ner Situation ? Naja, erst mal online den Kontostand gecheckt – alles normal. Dann das Konto sperren lassen. Und dann habe ich mit Schrecken an die Wiederbeschaffung „der Papiere“ gedacht, die so im Gelbeutel drin sind. Personalausweis. Führerschein. KFZ-Schein. Diverse Mitgliedsausweise. Vom Geld gar nicht zu reden. Da waren noch etwa 70 Euro drin. Ärgerlich, irgendjemand freut sich jetzt, aber das schlimmste sind ja wohl die Papiere. Ich sehe mich schon einen Tag Urlaub nehmen, um zu regulären Öffnungszeiten auf den Ämtern anzutraben. Wenn da ein Tag überhaupt reicht…. Und Ersatz kostet auch noch Geld. Ja wer den Schaden hat muss auch noch zusätzlich bezahlen. Und dann habe ich ja in nem Hotel übernachtet – wie mache ich das nacher beim auschecken mit dem Bezahlen ? Naja, notfalls wird das direkt mit der Firma abgerechnet, das bekommen wir schon irgendwie hin. Mobiltelefon hab ich ja noch, das bekomme ich dann schon geregelt. Aber blöd alles, sehr blöd … Überlege schhon zum Weihnachtsmarkt zu fahren und in der Nähe meines Weges über den Markt in die Mülleimer zu kucken – soll ja Diebe geben, die das Geld nehmen und den Rest wegschmeißen.

Auf den ganzen Schreck erst mal im Hotel fertigmachen und frühstücken gehen. Und jetzt ratet mal, was ich beim Verlassen des Hotelzimmers unter meiner Reisetasche hervorluken sehe ? Richtig, das vermisste Portemonnaie… Naja, jetzt beim Schreiben darüber scheint diese Wendung der Geschichte ja klar, war ja am Anfang schon irgendwie erzählerisch angedeutet, so meine ich – ich wollte nur den Spannungsbogen etwas dehnen …. Naja, Gott sei Dank hab ich mir den ganzen potenziellen Ärger gespart. Kleiner Seitenhieb auf meine Bank: ich hatte ja „die Karte“ sperren lassen. Angerufen. Geht aber sogar online. Nach Auffinden des Geldbeutels hab ich direkt ne Mail geschickt, daß die Sperrung nur ein Irrtum war. Gleichzeitg dachte ich dann „oh je, gleich muss ich im Hotel die Rechnung bezahlen, wie soll DAS denn gehen, wenn die Karte noch gesperrt ist ?“ Ging aber komischerweise dann doch ( vermute mal, mit „die Karte sperren“ ist nur die EC-KArte gemeint, nicht die Kreditkarte .. ). Jedenfalls habe ich mich schon an der Rezeption stehen sehen und irgendeine wilde Geschichte von einem gestohlen geglaubten Geldbeutel und der deswegen gesperrten Kreditkarte erzählen hören. Und das auf dem örtlichen Weihnachtsmarkt ..  SEEEHR glaubwürdig …   Aber Glück gehabt, die Rezeptionsistin hat meine Karte ins Lesegerät geschoben und knirsch, knarz, ratter – der Zahlungsbeleg kam raus. Hat aber 10 Sekunden gedauert, die für mich natürlich sehr lange waren.

Ach ja, gestern wurden mittags noch einige fehlende restliche Kunden auf das neue System aufgeschaltet. Wobei ich auch to-do’s hatte, wie es so schon heißt. Aber ich war ja auf Dienstreise. Aber in Zeiten von Mail, W-lan, Mobiltelefon und sametime ( sowas wie ein chatprogramm ) bin ich ja auf mehreren Wegen erreichbar. Weswegen auf meinem Laptop-bildschirm vor mir dann auch mittags eine Nachricht aufpoppte: „Juri, sag mal, wir stellen gerade die Kunden um, da hast du doch einige to-dos – was machen wir denn jetzt ?“… Zum Glück war die Veranstaltung wo ich war da schon fast zu Ende. Meinte ich dann beim kurz darauf folgenden Telefonat. „Ja ob ich denn nicht sofort die fehlenden Steuereinträge ergänzen könne ..??“ NEIN! ( böses Wort mit 4 Buchstaben ). Das hat dann ja wohl auch noch 20 Minuten Zeit. „Ja, aber dann doch bitte, schließlich ..“. Ja, ich hab es anschließend zügig gemacht.

So, nachdem ich gewohnheitsmäßig erst mal wieder irgendwas anderes hier geschrieben habe, jetzt mal wieder der Schwenk zur Überschrift. Heute war ich ja wieder regulär im Büro. Und hatte direkt drei Termine. Wobei ich nach der letzte schlecht geschlafenen Nacht erst mal morgens nen Cappucino und nen Espresso gebraucht habe, um mich irgendwie funktionsfähig zu fühlen. Nen Tag arbeiten, dann 350 km abends noch fahren und am nächsten Tag wieder wie gewohnt um 8 ins Büro ( grob gelogen, war 9 – ich musste noch den Leihwagen tanken und abgeben ) – das ist „in meinem Alter nicht mehr so easy wie mit 20 mal“. Und im Hotel hab ich ja nun auch nicht grade Bombe geschlafen. Aber es hilft ja nix. Stellt euch einfach vor, ich war heute ( mal wieder .. ) müde, durch den Wind, nicht gebrauchsfähig. Hat sogar die Bedienung im kleinen Firmen-Bistro gesehen ( „.. Guten Morgen Juri – also auf einer Motivations-Skala von 1 bis 10…“ – „Ja, echt sieht man, daß ich fast bei 10 liege .. ??“ )…

Und dann direkt 2 geplante und einen ungeplanten Termin über 4 h – einmal eine kleine Schulung von einer externen Kollegin, die eigentlich schon weg ist und jetzt doch nochmal ein bischen was von ihrem Wissen dalassen möchte … dann Problemchen im Kundenservice versuchen zu klären ( Kunde behauptet, er haben Rechnung aber keine Ware bekommen – man muss schon ganz genau hinhören – … hat an dem Tag die Rechnung aber keine Ware bekommen … => ja, nach 20 Minuten oder so hat sich herausgestellt, die Ware kam an einem anderen Tag ) und noch zwei drei andere Dinge…

Ja, so gesehen ein unspektakulärer Tag. Nachmittags noch an diversen Tickets gearbeitet und dann aber später – hatte ich erwähnt, daß ich morgens ziemlich platt war – dann doch irgendwie als letzter aus dem Büro nach Hause … -> zwischendurch sind übrigens noch Tickets reingekommen und von den 2 Tagen vorher waren ja auch wieder neue da. Dazu noch das Thema vom Vormittag und diverse „Problemgeschichten“, welche mir Kollegen erzählt haben ( ach ja, der Schulungsbeauftragte kam auch vorbei und hat mich ne halbe Stunde zu diversen Fragen interviewt ) – das ist eben das zu viel, was ich meine. Mehr Themen, als ich be-/verarbeiten kann. Viele Kleinigkeiten, aber auch die wollen ja behandelt werden.

Ja, so war das. Und bei euch so ?

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2 Kommentare zu „Donnerstag – wenn es zu viel ist …

  1. Bei mir so? Willst du das wirklich wissen?
    Erkältung, migräneähnlicher Kopfschmerz, vor dem Urlaub „Restarbeiten“ abarbeiten müssen (ab Montag bin ich im Urlaub bis Weihnachten), von der Katze mitten in der Nacht geweckt …

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  2. … und bei mir so?
    Tja. Noch 10 Arbeitstage, in denen unglaublich viel erledigt werden sollte, da ich nächstes Jahr woanders arbeite. Dabei sind einige Entscheidungen bezüglich meiner Nachfolge in meinen Augen … fragwürdig. Aber es hilft nichts. Dass es aber auf dem Rücken meines netten Nachfolgers und meiner Studenten ausgetragen wird, macht mich ärgerlich und lässt meinen Rücken sich verspannen. Da hilft nur: Rausziehen, iDontcare in die Hand nehmen und Sport machen 😉
    Ich hoffe, wenigstens Dein Freitag holt Dich etwas raus aus dem „zu viel“!

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