Donnerstag – Diverses-Tag

Vorwort: ich hatte gestern zwischendurch auch noch einen Frisörtermin. Ging nicht anders. Klingt komisch, ließ sich aber nicht anders machen. Da ich mich da ja zwischen Arbeit und Arbeit befand, hab ich beim Frisör von der Arbeit erzählt. Die arme Frisöse. Hat verständnisvoll „ja, ja“ gesagt. Aber am Gesichtsausdruck hab ich gesehen, dass sie gar nicht meine emotionale Aufgewühltheit ob der Probleme auf der Arbeit nachvollziehen konnte. Dann haben wir uns eben über die jetzt kommenden Weihnachtsmärkte unterhalten. Da war sie wieder dabei.

Und jetzt hab ich natürlich Angst, dass es den Lesern meiner Zeilen genauso geht. Ein bisschen will ich ja unterhalten mit dem, was ich schreibe. Aber eben auch erzählen, wie es wirklich ist. Lässt sich die Wirklichkeit spannend erzählen ? Vielleicht ja auch nicht von mir. Aber egal. Ist schließlich MEIN Tagebuch hier 😉.

Gestern ( Heute ist ja schon Freitag ) war ich den Tag über privat unterwegs und hab erst nachmittags angefangen zu arbeiten. Genauergesagt bedeutet unterwegs eine Begleitungsfahrt ins Krankenhaus – also nicht zum Vergnügen. Chef meinte das sei kein Problem. Hauptsache Handy dabei und erreichbar.

Nach dem Krankenhaustermin dann – es war schon Mittag – noch was Essen. Da klingelt schon das Handy. Der Kundenservice – zumindest ein Mitarbeiter davon. Man sagte ihm, ich sei ab Mittag wieder am Laptop und einsatzfähig. Laptop nein, einsatzfähig ja. Es geht um Anbruchretouren. Und das sich diese für manche Artikel eingeben lassen, für einen aktuellen Fall aber nicht. Erst mal diskutiert, dass sowas eigentlich nicht sein darf – also die Anbruchretouren. Wir verkaufen Kartons. Ganze Kartons. Viele Kartons. Sehr viele Kartons. Mit Ware drin natürlich. Und jetzt hat ein Empfänger ein Problem mit einem Teil des Inhalts. Will diesen Teil zurückschicken. Könnte er, macht aber keinen Sinn, da dieser „Teil“ dann eh entsorgt wird. Kann der Empfänger auch gleich selbst machen. Gegen Kostenerstattung, das ist geregelt und nicht das Problem. Aber die Logistik muss sich mit diesem Kleinkram befassen, wenn es zurückgegeben wird. DAS ist ein Problem. Weil sich dann wahrscheinlich alle unsicher sind, was man damit tut. Im Zweifel wegwerfen. Im speziellen aktuellen Fall nimmt der Lieferant aber sogar den Anbruch zurück. DAZU braucht es eine Buchungsmöglichkeit. Der IT-ler spricht dann von „einem Prozess“. Den es bedingt schon gibt, funktioniert bei dem Artikel nicht. Sonst würde ich ja nicht angerufen werden. Verweise auf die Stammdatenabteilung. Wahrscheinlich würde es klappen, wenn denn die Mengenumrechnung von Einzelstück auf Karton im System hinterlegt wäre.

Langweiliges Thema ? Für mich nicht – im Zweifelsfall kommt das Problem zu mir zurück und ich muss mir was ausdenken.

Nachmittags kommt dann mal wieder – wir hatten es lange schon nicht mehr – die kleine Tageskatastrophe. Ich sag nur „stille Post“. Will meinen, ich versteh das Problem nicht, es gibt eine Mail von einer Kollegin mit schwammigen Mutmaßungen, und die Mail ist die Antwort auf eine Mail vom Abteilungsleiter – schnelle Klärung wird von ihm angefordert. Problem ist in den angehängten Mails ersichtlich. Welche angehängten Mails ? Schreibe der Kollegin zurück, dass ich gerne die angehängten Mails hätte. Ich versteh sonst nicht genau, WAS eigentlich das Problem ist. Irgendwas mit der Tourenplanung und dass vermeintlich erst mal zu sammelnde Aufträge scheinbar direkt in die Tourenplanung reinlaufen. Ok. Beispiele ? Die Kollegin hat einen mutmaßlich betroffenen Artikel in Ihre Mail geschrieben. Soweit, so hilfreich. Aber an dem und dessen Aufträgen kann ich nix ungewöhnliches erkennen. Zwischenzeitlich schaltet sich auch der Teamleiter ein. Kennt auch das Problem nicht, verweist auf die Kollegin und möchte, dass sich gekümmert wird. Ich leite die Mail an nen Kollegen weiter, der aber schon auf dem Heimweg ist. Er ruft mich später an und kommt zum gleichen Schluss sie ich: was genau ist denn jetzt das Problem ?

Zwischenzeitlich versuche ich den Logistikleiter anzurufen, der das Problem an den Abteilungsleiter gemeldet hat. Der wird ja wissen, was eigentlich los ist / wer denn jetzt genau womit ( Beispiele ? ) ein Problem hat. Der Mann ist in einer Sitzung und nicht erreichbar. Auch gut. Oder eben nicht. Dann mache ich eben das, was ich ursprünglich eh mal vorgehabt habe: ich stell ne Auswertung zusammen, welche im Dunstkreis des kreisenden Problems der Logistik helfen soll, zu verstehen was man sieht, wenn man sich Aufträge ankuckt. Wobei ich mit der Auswertung nich weiterkomme, weil dort ein kleines Programm rein muss, welches Kartonmengen in Palettenmengen umrechnet. So ein Mist, genau mit dieser Funktion hatte ich schon mal das Problem, dass diese total unverständlich dokumentiert ist. Ich hatte das schon mal hinbekommen, hab aber vergessen, wie ich das gemacht habe. Mist, genau wieder wie damals. Mittlerweile ist halb elf. Ich mach Feierabend.

Morgen – also heute – soll anhand neuer Aufträge geklärt werden, ob wir überhaupt ein technisches Problem haben, vielleicht auch nur hatten oder ob es einfach ein Missverständnis ist. Wie ja nicht ganz so selten sonst. Was man in der IT dann als „Schulungsproblem“ klassifiziert.

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