Montag

Mal wieder Montag. Freitag wollte ich ja noch was schreiben. Ist aber wg. des Grillabends ( natürlich im Kollegenkreis ) flachgefallen. War mir dann zu spät.

Dabei gab es Freitag ja noch ein emotionales Highlight: wir haben Freitags so alle 2 Wochen mit dem Teamleiter eine „Gruppenbesprechung“ ( also ein Teil des Teams ). Mittlerweile ist das Team nahezu 30 Personen stark. Und diese „kleine“ Besprechung war schon früher da, da es thematisch ein abgegrenzter Bereich für den Teamteil ist – da müssen sich nicht andere langweilen, weil sie dabeisein müssen aber vom Thema zu weit weg sind.

Jedenfalls hat der Teamleiter kurz und bündig verkündet, daß er mit dem Abteilungsleiter einer Meinung ist – es werden für die Gruppen im Team fachliche Teamleiter benötigt, da er sich bei 30 Leuten und sehr divergierenden Themen nicht mehr mit allem inhaltlich ausreichend auseinandersetzen kann. Ja, kann man nachvollziehen.

Bleibt ja nur noch die kleine Frage, WER denn nun den fachlichen Teil-teamleiter machen soll. Freiwillige vor. Natürlich nicht direkt in dem Meeting, da wurde das erstmal verkündet. Man ( die Gruppemmitglieder ) können sich per Mail formlos bewerben. Wer das möchte. 20% der Arbeitszeit sind dafür vorgesehen. Also 20% für die fachliche Koordination von 8 Kollegen. Und 80% für die bisherigen Aufgaben.

Nun kann man zu dieser Vorstellung so seine Meinung haben – ob das so machbar ist und was man dafür bekommt wurde schon erstmal ausgeklammert. Was dahintersteht ist aber gut: der Teamleiter möchte sich gerne kümmern, kommt aber nicht dazu. Was diese Ankündigung dann doch zu einer Herausfoderung macht: es soll einer aus dem Team machen. Wo sich das Team eigentlich gerade so langsam als solches einspielt/kennenlernt. Aber die Stelle hat noch einen abschreckende Aspekt: wer das macht ist dann zukünftig der Ansprechpartner für die Aufgaben der Kollegen. Also wenn jemand eine Frage nach Status Thema xy von Kollegen abc hat, dann muss man dazu was sagen können. Und da es ständig Fragen aus dem „Fachbereich“ oder diversen Teilprojekten/leitern gibt wird das echt schwer.

Nun ist das Team bzw. das Subteam oder die Gruppe gerade in der „Findungsphase“ – gerade kamen noch zwei neue Kollegen dazu und im Zuge des Einführungsprojektes eines neuen Systems finden sich so langsam alle irgendwo in ner thematischen Rolle zurecht. Und dann wird „Konkurrenz“ gerufen – nicht böse gemeint vom aktuellen Teamleiter her, aber indirekt dann doch. Damit stellt sich nämlich die eigentlich bisher gut vermiedene Frage nach der „Hackordnung“ in der Gruppe. Wir arbeiten trotz unterschiedlicher Charakter gut nebeneinander bzw. mehr oder weniger zusammen. Und jetzt kommt dann doch die Frage, wer jetzt seine Kollegen „koordinieren“ darf. Und da gibts eben schon bestimmte Rollen, Charakter und Dienstalter die dazu mehr oder weniger gut passen: die newbees kommen für den Job nicht wirklich in Frage. Die sind ja grade erst mal neu da. Der längstgediente muss es aber auch nicht zwangsweise werden: zum einen hat er nur begrenzt Lust und sich schon einmal von einem verantwortungslastigen Thema zurückgezogen. Zum anderen kann er gut repräsentieren und organisieren ( eigentlich top ), aber so richtig persönlich gut ankommen tut er bei den Kollegen ob seiner ausholenden Gesprächsmonologe dann auch nicht. Einer der ältergedienten Kollegen hat gar kein Verständnis für die Notwendigkeit einer fachlichen Koordination. Ja und zwei oder drei sehen es sehr neutral.

Ja und was denke ich ? Können könnte ich das glaube ich schon. Aber will ich das auch ? Eigentlich sehe ich mich ja mehr wie den russischen Ingenieur auf der MIR im Film „space-cowboys“. Der hatte nur 2 oder 3 kurze Auftritte im Film. Und hat halt voll in das Klischee der russischen Improvisation reingepasst ( was ich damit wohl meine… ). Der hat halt mal mit dem Hammer einen Sensor nachkalibriert – zum Entsetzen seiner amerikanischen Kollegen, aber mit Erfolg :-)..  Aber was ich glaube ich ganz gut kann: Stimmungen einfangen. Aber ob das ne passende Voraussetzung ist ? Ausserdem hasse ich Formalismen und delegiere nicht gerne. Und bin nicht wirklich detailverbissen – im Gegenteil. Simplify if you can ( womit ich eine gewisse externe Kollegin regelmäßig abnerve, sie ist eben detailversessen .. ).

Aber was gut an der Arbeit ist: man hat nicht lange Zeit, über sowas nachzudenken. Die Probleme aus dem Alltagsgeschäft sind so schnell und so heftig wieder da und müssen gelöst werden, da tritt alles andere wieder in den Hintergrund …

So wie heute. Eigentlich wollte ich ja über heute schreiben und bin mit dem Text noch gar nicht über den Freitag rausgekommen. Wahrscheinlich schreibe ich auch zu langatmig, zumindest für einen Blog. Aber ihr müsst ja nicht bis zum Ende lesen, ist ja alles freiwillig. Som wie die Stelle für den fachlichen (Teil-)teamleiter ..

 

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