Wochenbeginn

Na, womit fängt bei euch die Woche an ? Bei mir immer mit Montag. Nachdem Freitag Nachmittag noch eine Mail von einem Analyseteam an den Projektleite, von dort an den Teilprojektleiter und von dort an mich lief ( wir haben rausgefunden, dass alte, nicht abgesagte Aufträge Bestände blockieren ) hatte ich für Montag eigentlich schon meine Tagesaufgabe. Nachdem es in meinen Aufgabenbereich fällt, mich ( technisch ) um alte Aufträge zu kümmern, habe ich am Freitag nach dem Lesen der Mail ( auf dem Nachhauseweg ) kurz überlegt, was ich damit machen soll.

Es gibt nun alle möglichen Eskalationsszenarien um aufzuzeigen, dass ich eigentlich schon genug Themen bearbeite und es mir eigentlich nicht wirklich leid tut, dass ich das Phänomen ‚übersehen‘ habe. Ich habe mich für die „Vorwärtsverteidigung“ entschieden. Da es um viele „alte“ Kundenaufträge geht und ich „schuld“ bin, dass diese noch ‚unbearbeitet‘ im System rumstehen trage ich natürlich die Konsequenzen und rufe alle betroffenen Kunden nacheinander an und frage, ob man dort die Wäre noch benötigt. Schließlich weiß nur der Kunde selbst, ob er Ware jetzt noch haben will, die er schon vor Tagen und Wochen bestellt hat. Vorwärts immer, rückwärts nimmer. Passt jetzt als Satz nicht ganz in den Kontext, aber ein wenig doch. Warum binde ICH mir das Thema eigentlich so vollumfänglich ans Bein ? Weil das Problem in kleinem Umfang schon vor Monaten kurz erkannt wurde – da kam dann auch die Frage, wer denn nun entscheidet, ob vor längerem bestellte Ware im System nun abgesagt oder durchgesucht werden muss. Die Personen aus den Fachabteilungen die ich kenne hatten da keine schlüssige Antwort drauf. Also begebe ich mich selber auf die Suche nach der Antwort.

ich bin aber gar nicht zum Suchen gekommen, weil ein dringenderes Problem direkt Montag morgen gemeldet wurde und mich den ganzen Tag in Beschlag genommen hat. Mittags kam der Teilprojektleiter bei mir vorbei und fragte, was ich denn mit den alten Kundenaufträgen machen würde – „nichts, jedenfalls grade nichts, ich habe ein dringenderes Problem“. Das ‚dringendere Problem‘ ist übrigens die Synchronisation von Belegstati zwischen dem Auftragssystem und einer – nennen wir es mal Schnittstelle – zum Lager bzw. Versandsystem. Natürlich kommt dann die Frage „ja aber wir können doch jetzt nicht nichts machen, was sollen wir denn jetzt mit den alten Aufträgen machen?“ Das ist natürlich der kreative Teil meiner Arbeit, aber wenn ich mit dem Kopf gerade in Problem B ganz tief drinstecke dann habe ich nicht die Fähigkeit, zu so einer Frage eine konstruktive Antwort zu geben. Wenigstens hat mich den Rest des Tages keiner mehr danach gefragt. Problem B habe ich übrigens – zumindest was die aktuellen Daten angeht – abends mit Hilfe eines tagsüber nebenbei erstellten kleinen Programmtools entschärfen können. Zur generellen Lösung muss wohl erst mal eine „Anforderung“, sozusagen ein Pflichtenheft für eine kleine Entwicklung in der Schnittstelle geschrieben werden.

Mal sehen, was der Tag heute wieder so bringt. Ich nehm mir nichts vor und lasse mich überraschen….

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