Ich habe Ihnen eben eine E-Mail geschickt…

Hätte Raymond Samuel Tomlinson gewusst, was er da anrichtet, er hätte seine Erfindung vielleicht für sich behalten …

Nein, die Arme Elektronik kann ja nichts für die Kommunikationsgepflogenheiten der Nutzer.

Lange habe ich den Satz in der Überschrift nicht mehr gehört, letzte Woche war es wieder soweit. „MAV“ als Methode – mailen, anrufen, Vorbeigehen nannte mal ein Kollege die Methode zur Sicherstellung, dass der Empfänger sich auch wirklich wirklich wirklich mit der Mail befasst, ja sogar ein „to-do“ für sich daraus annimmt.

Kommunikation hat immer zwei Seiten. Im og Fall einen der was will und einen der was tun soll. Dabei eine Bitte an die Leser hier: bleibt höflich! Oder lässt die Nutzung von Elektronik die normalen Umgangsformen vergessen ? Ich vermute manchmal ja. Ohne direktes visuelles Feedback eines virtuellen Kommunikationspartners kann man sich in ein Anliegen wohl so richtig schön reinsteigern. Kenne ich, bin da keine Ausnahme. Da werden 3 Minuten Wartezeit auf eine Realtion nach dem Absenden verdammt lang. Da liegt der Griff zum Telefon doch nah, und dann das „ich habe Ihnen ( eben ) eine E-Mail geschickt…“ indirekter Appell: ‚alles stehen und liegenlassen‘. Natürlich. Wichtigkeit und Dringlichkeit: sofort. 

Bitte, bitte, bitte: höflich bleiben! Geduld! Oder meint ihr ( auch wenn ihr ein Chef des Mailempfängers seid ) dass es im Leben nichts wichtigeres als eure Mail und euer Anliegen gibt ? Dass die ganze bisherige Existenz eigentlich nur auf diesen einen Zeitpunkt zugesteuert ist, in welchem die Mail ankam ? Was man durch einen Anruf überprüfen muss …

Mal sehen, was der Tag heute so bringt. Tagesziel: erstellen eines Programms, welches nach bekannten Regeln ein Update auf das Preisdatum in Kundenaufträgen macht.

Mal sehen, was heute Nachmittag vom Tagesziel übrig ist ….

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Ein Kommentar zu „Ich habe Ihnen eben eine E-Mail geschickt…

  1. Grundwissen Kommunikation:
    es gibt synchrone und asynchrone Kommunikation.
    Der Vorteil der asynchronen Kommunikation liegt darin, dass der Empfänger sich aussuchen kann, wann der für beste Zeitpunkt zu Bearbeitung ist.
    Nachteil: Resonanz dauert oder bleibt vollkommen aus.

    MAV – Klimax der Präsenz und deren Aufdringlichkeit.
    Der Absender wäre wahrscheinlich mit AV besser gestartet.
    „V“ war wohlmöglich zu aufwendig, daher musste es „A“ sein.
    😉

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