Zusammen aneinander vorbei

Der Tag heute war geprägt von Orientierungslosigkeit. Wobei das nur ein Aspekt von mehreren ist.

Zum einen wurden mir gestern Abend von einem Kollegen, welcher aktuell die Rolle des „Dispatchers“ einnimmt, noch etliche Tickets zugeordnet. Zum anderen sind heute Änderungen ins produktive System eingespielt worden, die eigentlich erst noch gründlich geprüft werden sollten ( in der IT spricht man von „Testen“ – wobei man noch Testsituationen unterscheiden kann: Abnahmetests, Deliverytests, performancetests. Abnahmetests macht man im Abnahmesystem, Deliverytests im Testsystem und performancetests in irgendeinem System. Alles klar und verstanden ? „Sir! Yes! Sir!“

Und dann gibt es da noch den motivierten Teilprojektleiter, welcher mir heute gleich zweimal blöd aufgefallen ist. Zum einen weil er mir erklärt hat, dass ich mehrere Tickets zum gleichen Thema doch am besten zu einem zusammenfasse. Und zum anderen hat er einen Termin mit einem top-motivierten externen Berater organisiert, welcher mir Ticketfälle abnehmen darf. Bei 62 Tickets aktuell bin ich immerhin 4 an den externen Kollegen losgeworden. Zum anderen könnte ich 5 andere einfach zumachen, weil gelöst oder mangels sinnvoller Recherchemöglichkriten nach einer gewissen Zeit nicht mehr lösbar. Wobei die nicht-lösbaren vom Status her auch auf gelöst zu setzen sind. Eine kleine Ironie, aber manchmal grinst man ja auch schon wegen einer Kleinigkeit, Hauptsache es ist mir selbst eingefallen. Ticketverwaltung ist übrigens nervig – nur falls das bisher noch nicht richtig rübergekommen ist. Und alle Ticketsysteme dieser Welt werden immer nach Menge und Bearbeitungsgeschwindigkeit ausgewertet. Nicht nach Schwierigkeitsgrad, aber das wäre ja auch nicht objektiv.

Aber das Highlight des Tages war dann doch die „livesetzung“ von geänderten Programmen, obwohl vorgestern noch festgestellt wurde, dass es noch einige „Merkwürdigkeiten“ innerhalb der geänderten Funktionen gibt. Aber angeblich und laut Status der Entwicklungen im Transport-Verwaltungssystem war schon durch andere Kollegen getestet worden. Was ich nicht wusste und daher den Test organisieren wollte. Und wären die beiden Transportaufträge nicht transportiert worden hätte die gesamte Einspielung aller Änderungen gehangen. Der Teilprojektleiter wollte aber nicht schuld sein dass gar keine Änderungen produktiv gesetzt werden, also hat er – nach Prüfung der Teststati – entschieden, dass transportiert wird.

Ja und eigentlich dachte ich, ich müsse mich jetzt dringend um die Durchführung von Tests zu dem Thema mit den beiden Transportaufträgen kümmern. Bzw. der Koordination von Testuntetstützung durch eine externe Beraterin. Also habe ich diese angeschrieben und wohlformuliert um Hilfe gebeten. Als Antwort kam dann, was denn getestet werden solle, da doch gestern transportiert wurde und heute auch nochmal ein ok nach Prüfung durch den Fachbereich kam. Aha. Hab im Fachbereich nachgefragt, wer denn gestern die Transporte – trotz inhaltlicher Bedenken meinerseits – freigegeben habe. Erstaunte Reaktion am anderen Ende: „ja das war doch der Teilprojektleiter, ihr sitzt doch sogar zusammen im gleichen Büro“. Ja, aber potentiell kurze physische Entfernung zueinander heißt noch nix…

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